Begriffe aus der Cannabis Kultivierung

Begriffe aus der Cannabis Kultivierung

Allgemeine Begriffe aus der Cannabis Kultivierung:

Genetik

Sorte/ Strain – Bezeichnet eine bestimmte Cannabissorte und ist eines der am häufigsten gebrauchten Worte zum Thema Cannabisanbau. Die überwiegende Mehrheit der auf dem Markt erhältlichen Sorten wird künstlich gezüchtet, um Cannabispflanzen mit bestimmten gewünschten Eigenschaften zu erhalten. Der Name der Sorte wird von der Person gewählt, die sie gezüchtet hat (oder gelegentlich auch von kreativen Konsumenten). Er spiegelt häufig das besondere Aussehen der Pflanze, ihre erwartete Wirkung oder Herkunftsregion wider.



Indica – Eine relativ kleine, schnell blühende Cannabisart (oder besser gesagt Unterart) mit hervorragenden Erträgen, die sich am besten für den Anbau in kühleren Klimazonen eignet. Der Begriff „Indica“ wird manchmal auch verwendet, um die Wirkung von Cannabis zu beschreiben. „Indica-Effekt“ bedeutet, dass du ein entspannendes, beruhigendes Körper-High oder sogenanntes „Stoned“-Gefühl erwarten kannst.

Sativa – Eine weitere Unterart von Cannabis, die aus heißeren Klimazonen stammt. Sativa-Sorten sind von Natur aus größer und haben längere Lebenszyklen, wodurch sie besser für den Anbau an Orten mit längeren warmen Jahreszeiten geeignet sind. Wird der Begriff „Sativa“ zur Beschreibung der Wirkung von Cannabis verwendet („Sativa-Effekt“), bedeutet das, dass du wahrscheinlich ein glückliches und energetisierendes zerebrales Kopf-High erleben wirst.

Ruderalis – Eine Marihuana-Art mit niedrigem THC-Gehalt. Sie wird genutzt, um selbst blühende Hybride und Sorten mit hohem Cannabidiol-Gehalt zu züchten. Ursprünglich aus Russland stammend, ist Ruderalis eine robuste Pflanze, die selbst in den rauesten Klimazonen überleben kann.



Indica Vs. Sativa Vs. Hybrid



Hybrid (Kreuzung) – Das Ergebnis der Kreuzung zweier verschiedener Cannabissorten. Theoretisch kann dies zufällig geschehen, aber in den meisten Fällen stellen Züchter absichtlich Hybride her, um die Vorteile der beiden ursprünglichen Strains in einer neuen Sorte zu kombinieren. Die große Mehrheit der Sorten auf dem heutigen Marihuana-Markt sind Hybride. Blue Dream beispielsweise ist eine Kreuzung aus Blueberry und Haze.

Hermaphrodit/ Zwitter – Hermaphroditismus bedeutet, dass eine Pflanze sowohl männliche als auch weibliche Merkmale aufweist. Deshalb können Zwitter ein sehr ernstes Risiko für deinen Garten darstellen. Da Hermaphroditen männliche Merkmale haben, musst du sie so schnell wie möglich aus dem Anbauraum entfernen, um eine Fremdbestäubung deiner weiblichen Pflanzen zu vermeiden. In der Natur ist dies ein ganz natürlicher Prozess zur Erzeugung von Samen. Du baust dein Cannabis aber wegen der Sinsemilla-Blüten (unbestäubt und rauchbar) an. Deshalb ist es wichtig, dass du einen eventuellen Hermaphroditismus bei deinen Pflanzen unter Kontrolle hast.







Begriffe für den Umgang mit Cannabis: Saatgut



Feminisierte Cannabissamen – Samen, die so modifiziert sind, dass sie nur weibliche Pflanzen produzieren. Züchter feminisieren ihre Samen, weil nur weibliche Pflanzen rauchbare Blüten mit höchster Konzentration an Cannabinoiden hervorbringen. Feminisierte Samen erleichtern den Anbau erheblich, da du das Geschlecht der Pflanzen nicht mehr identifizieren und die männlichen Pflanzen nicht mehr entfernen musst, um eine Bestäubung zu verhindern.

Reguläre Cannabissamen – Reguläre Cannabissamen sind jene Samen, die keinen Feminisierungsprozess durchlaufen haben. Sie können deshalb sowohl weibliche als auch männliche Pflanzen produzieren. Damit sind sie ideal für alle, die sich mit der Züchtung neuer Cannabissorten beschäftigen.

Saatgutbank – Eine Saatgutbank (Seedbank) ist ein Hersteller von Cannabissorten, der neben der Züchtung neuer Sorten auch Samen verkauft.

Begriffe für Cannabisanbau und Trainingsmethoden

Buds – Cannabisblüten. Dieser Teil des weiblichen Cannabis wird geerntet und für medizinische Zwecke oder zum Entspannen verwendet, da in den Blüten die größte Menge an Wirkstoffen (Cannabinoide) konzentriert ist.

Blütezeit – Die Zeit, die eine Pflanze benötigt, um ihre Buds zu bilden und reifen zu lassen. Die Blütezeit von Cannabis beginnt bei photoperiodischen Pflanzen nach der Umstellung des Beleuchtungsplans auf 12/12. Will man die Blütezeit einer bestimmten Sorte angeben, nimmt man dafür einen durchschnittlichen Wachstumszeitraum, der darauf basiert, wie sich die meisten Pflanzen unter optimalen Bedingungen verhalten. Da Autoflowering-Sorten von selbst zu blühen beginnen, verwenden Züchter häufig den Begriff „Erntezeit“, um die Länge des Lebenszyklus zu beschreiben.



Blütephase



Erntezeit – Der gesamte Lebenszyklus einer Pflanze, der sich aus der Summe der einzelnen Phasen ergibt. Der typische Wachstumszyklus einer photoperiodischen Cannabissorte ist wie folgt: 1-5 Tage für die Keimung, 4-5 Wochen für das vegetative Wachstum und 8-10 Wochen für die Blütezeit. Darauf folgt etwa eine Woche, um die Pflanze zu spülen und dafür zu sorgen, dass die Ernte frei von überschüssigen Nährstoffen ist. Nach dieser Zeit beginnt das Erntefenster, das dir ungefähr 10 Tage Zeit gibt, deine Pflanzen nach Belieben zu ernten. Es gibt jedoch Ausnahmen, und die Erntezeit variiert stark von Sorte zu Sorte.

Indoor-Anbau – Eine der vielfältigen Möglichkeiten, Cannabis anzubauen. Beim Anbau in Innenräumen hat der Züchter die bestmögliche Kontrolle über die Umgebung. Faktoren wie Licht, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Nährstoffzufuhr können überwacht und angepasst werden, um die Erträge zu maximieren.



Indoor-Samen



Outdoor-Anbau – Die traditionellste Art, Cannabis anzubauen. Die Menschen bauen Cannabis schon seit Tausenden von Jahren im Freien an und werden dies auch weitere Tausende von Jahren tun. Während Indoor-Grower mehr Kontrolle über die Umgebungsfaktoren haben, sparen diejenigen, die sich für den Anbau im Freien entscheiden, die zusätzlichen Stromkosten für den Betrieb von Beleuchtung und Ventilatoren. Im Freien wird stattdessen die Kraft des Sonnenlichts und des Windes genutzt, um hohe Erträge von dichten, harzigen Cannabisblüten zu erzielen. Darüber hinaus sind Outdoor-Pflanzen nicht an Höhenbeschränkungen gebunden und können so groß werden, wie du es zulässt. Dies führt dazu, dass manche Züchter ganze Teams von Leuten beschäftigen müssen, um die Erträge von einer im Freien wachsenden baumgroßen Cannabispflanze zu ernten.

  • SoG (Sea of Green) – Ein Anbaustil, bei dem mehrere kleinere Pflanzen anstelle einer einzigen größeren gezüchtet werden. Durch eine wiederholte Anordnung von Töpfen mit der gleichen Sorte oder Klonen von einer einzigen Mutterpflanze entsteht ein „Meer“ von Cannabispflanzen. Gleichzeitig werden Trainingsmethoden wie Topping (Entfernung der höchsten Wachstumsspitze vom Hauptstamm oder den Trieben) und Low Stress Training angewandt, um die Wuchshöhe zu kontrollieren und einen gleichmäßigen Blattwuchs zu erzielen.

SCRoG (Screen of Green) – Eine Anbautechnik, bei der das vertikale Wachstum zugunsten der horizontalen Entwicklung der Triebe eingeschränkt wird. Mit anderen Worten: Screen of Green ist eine Möglichkeit, die Höhe der Pflanze effektiv zu kontrollieren, sie zu formen und die Wachstumsrichtung zu steuern. Aufgrund der Besonderheiten dieser Technik wird die SCRoG-Methode normalerweise von Besitzern kleiner Growboxen angewandt. Theoretisch sind dem Einsatz einer solchen Anbautechnik jedoch keine Grenzen gesetzt.



ScrOG-Wachstumsmethode



LST (Low Stress Training) – Eine der einfachsten, aber erfolgversprechendsten Anbautechniken, die hauptsächlich durch Biegen und Binden der Zweige realisiert wird. Aufgrund der apikalen Dominanz von Cannabis (Unterdrückung des Wachstums von Seitentrieben durch den Haupttrieb) reagiert die Pflanze, wenn ihre Wachstumsrichtung umgelenkt wird (z. B. durch Biegen des Hauptstamms). Sie bildet Knospen an neuen Stellen, die bei ausreichender Reifungszeit neue Triebe bilden, die sich zu dichten, harzigen Blüten mit einem hohen Blüte-zu-Blatt-Verhältnis entwickeln. LST eignet sich hervorragend für Pflanzen, die nicht viel Stress vertragen, zum Beispiel Autoflowers.

HST (High Stress Training) – Eine extremere Trainingsmethode, bei der die Cannabispflanzen absichtlich verwundet werden, um neues Wachstum zu generieren. Während LST von Hobbyzüchtern durchgeführt werden kann, wird HST hauptsächlich von erfahrenen Growern gehandhabt, da es ein hohes Risiko birgt, die Pflanze so zu verletzen, dass sie sich nicht mehr selbst erholen kann.





Hydroponik – Ein Anbausystem, das keine Erde verwendet. Die Pflanzen wachsen stattdessen in Wasser und erhalten Nährstoffe aus speziellen Lösungen. Aus der Sicht eines Züchters ist der Hauptvorteil eines hydroponischen Systems die bessere Kontrolle über den Düngerverbrauch. Manche sagen auch, dass hydroponisch angebautes Marihuana einen ausgeprägteren Geschmack hat.

Begriffe für Cannabispflanzen: Sorten

Medizinische Cannabissorte – Eine Sorte, die Cannabis liefert, das zur Behandlung verschiedener Symptome und Krankheiten verwendet wird – zum Beispiel Stress, Angstzustände, chronische Schmerzen, Übelkeit, Arthritis usw. Diese Sorten helfen Patienten in erster Linie dank der aktiven Kombination von Cannabinoiden und einem einzigartigen Terpenprofil.

Photoperiodische Cannabissorte – Eine Sorte, die eine Änderung des Beleuchtungsplans benötigt, um ihre Blütephase zu beginnen. Zum Beispiel lassen Züchter, die sich für photoperiodisches Cannabis entscheiden, ihre Pflanzen im vegetativen Stadium häufig nach einem 18/6-Zeitplan (Stunden Licht an/Stunden Licht aus) wachsen. In dieser Zeit gewinnen die Pflanzen an Masse und bauen ein starkes Wurzelsystem auf. Anschließend folgt ein Beleuchtungsplan von 12/12, was den Beginn der Blütephase auslöst.

Autoflowering (selbst blühende) Cannabissorte – Eine Sorte, die im Gegensatz zu photoperiodischem Cannabis keine Änderung des Beleuchtungsplans erfordert und stattdessen automatisch zu blühen beginnt. Diese Sorten entstehen durch die Kreuzung einer Sativa- oder Indica-Sorte mit Ruderalis, die eine wilde selbstblühende Art ist. Die meisten Autoflowers bleiben klein bis mittelgroß und benötigen weniger als 10 Wochen von der Aussaat bis zur Ernte – eine wesentliche Verbesserung gegenüber der Gesamtwachstumszeit ihrer photoperiodischen Gegenstücke. Das macht sie zu einer super Wahl für Indoor-Grower.

Autoflowering Samen



Cannabinoide – Chemische Verbindungen in Cannabis, die mit den Endocannabinoid-Rezeptoren im menschlichen Körper kompatibel sind. Diese Komponenten können spürbare Wirkungen hervorrufen, die von psychoaktiv bis therapeutisch reichen, einschließlich der Linderung von Schmerzen und Krämpfen und der Beeinflussung des Bewusstseins. Das bekannteste und am besten untersuchte Cannabinoid ist THC (Tetrahydrocannabinol). Seine Popularität beruht auf der Tatsache, dass der THC-Gehalt in der Pflanze höher ist als der Gehalt anderer Wirkstoffe.

Tetrahydrocannabinol (THC) – Das bekannteste und am leichtesten in Marihuana verfügbare Cannabinoid. THC ist verantwortlich für die psychoaktiven Wirkungen von Weed (das High). Es ist auch als Delta-9-Tetrahydrocannabinol bekannt, wurde erstmals 1964 isoliert und als Teil der natürlichen Verteidigung der Pflanze gegen Schädlinge identifiziert. Untersuchungen haben gezeigt, dass THC ein wirksames Arzneimittel für eine Vielzahl von Erkrankungen sein kann.

Cannabidiol (CBD) – Eines der wichtigsten Cannabinoide, die in Marihuana vorkommen. Cannabidiol hat starke medizinische Eigenschaften und wirkt gegen Schmerzen, Stress, Entzündungen usw., ist aber nicht psychoaktiv.



Trichome – Cannabisdrüsen, die Harz produzieren. Trichome können einer Pflanze und ihren Blüten ein „zotteliges“ Aussehen verleihen, sind aber keine Haare oder Kristalle (obwohl diese Worte häufig verwendet werden, um sie zu beschreiben). Sie produzieren Cannabinoide, weshalb die Trichome die höchste Konzentration an THC, CBD usw. enthalten.



 

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen.

PPFD, VPD & DLI Rechner

PPFD, VPD & DLI Rechner

PPFD Berechnung

VPD Berechnung

DLI Berechnung

Optimale Werte für Cannabis

Sämlingsphase:
PPFD: 100 - 300 µmol/m²/s
VPD: 0.4 - 0.8 kPa
DLI: 6 - 15 mol/m²/d

Vegetationsphase:
PPFD: 300 - 600 µmol/m²/s
VPD: 0.8 - 1.2 kPa
DLI: 15 - 40 mol/m²/d

Blütephase:
PPFD: 600 - 1000 µmol/m²/s (bis zu 1500 µmol/m²/s mit CO₂)
VPD: 1.2 - 1.6 kPa
DLI: 40 - 60 mol/m²/d